Tal der Hämmer

Kaum einer der mehr als 30 Teilnehmer ist jemals mit der Bahn nach Freudenstadt gefahren. Schon diese Fahrt mit dem Umsteigen in Hochdorf in die Karlsruher Straßenbahn, die uns über den Freudenstädter Hauptbahnhof, dann rund um Freudenstadt bis zum Stadtbahnhof brachte, war ein Erlebnis. Von Bahnhof aus waren es nur wenigen Minuten, bis wir auf dem Markplatz und in der winkelförmige Stadtkirche waren. Auf einer Seite der Kirche saßen früher die Frauen, auf der anderen die Männer. Das größte Kleinod in dieser Kirche ist das Lesepult aus dem Jahr 1150, das wahrscheinlich aus dem Kloster Hirsau stammt und in dem früher der Weihrauchkessel während der Lesung versenkt war. Gleich hinter dem Marktplatz ging unser Weg über viele Treppen ins Christophstal, durch das der Forbach, mit seinem Ursprung in Kniebis, fließt. Dieser Fluss mit seiner Wasserkraft, und den Eisenerzvorkommen in den nahegelegenen Bergwerken, waren es, dass dieses Tal schon früh besiedelt wurde und sich dort Werkstätten zur Herstellung von eisernen Arbeitsgeräten ansiedelten. Als es gelang, dort sehr hochwertigen Stahl zu erzeugen, entstand das königliche Stahlwerk Friedrichstal, das einstmals 220 Arbeiter beschäftige und mit seinen wassergetriebenen Hämmern hochwertige Sensen und Hacken schmiedete und eines der größten Stahlwerke Süddeutschlands war. Noch heute werden in den SHW Friedrichstal hochwertige Schmiedeerzeugnisse hergestellt. Nach einer schönen Wanderung erreichten wir die Fischerhütte von Friedrichstal, wo wir uns mit Essen und Getränken stärken konnten, bevor wir zur Michaelskapelle und zum historischen Königshammer weiterwanderten. Mit der Straßenbahn fuhren wir zum Kaffeetrinken nach Freudenstadt, bevor wir nach Calw zurück fuhren.