Konfirmation mit Scorpions und Bushido

Musik und Texte von Bushido und den Scorpions erklangen beim Konfirmationsgottesdienst in der Calwer Stadtkirche.
Neun Jugendliche sprachen in einem festlichen Gottesdienst das „Ja“ zu ihrer Taufe und bekräftigten ihren Willen, den christlichen Glauben im Alltag zu leben. Die guten Wünsche der Kirchengemeinde für die Jugendlichen wurden laut in Songs von Bushido und den Scorpions, die Erfahrungen der Bewahrung besingen: „Seid behütet von guten Mächten!“
Die Predigt stellte biblische Engel-Erfahrungen in den Mittelpunkt des Gottesdienstes und fragte: „Welcher Engel wird dich leiten? Gibt es gute Mächte, die uns umgeben? Und müssen das Männer mit Flügeln sein?“
Handgreiflich spürbar wurde die Bewahrung durch „gute Mächte“ bei der Einsegnung der Jugendlichen. Dabei bekamen die Konfirmierten als Geschenk einen Silberanhänger überreicht. Zusammengesetzt ergeben die neun, von einem Calwer Juwelier angefertigten „Silbersplitter“, das Zeichen des Kreuzes.
So wurde sichtbar, was die neun Jugendlichen in der zehnmonatigen Vorbereitungszeit immer wieder spürten und lebten:
"Das Kreuz Christi vereint uns Unterschiedliche zu einer tragfähigen Gemeinschaft.“
Das Konfirmandenkreuz der Stadtkirchenkonfis. Jeder Silbersplitter steht für einen Jugendlichen. Zusammengesetzt ein Zeichen dafür, dass die einzelnen Konfirmanden eins sind in Christus.
Winterliche KonfiFreizeit auf der Alb
Kalt war es auf der Schwäbischen Alb, wo die Konfirmanden ein bewegendes Wochenende rund um das „Abendmahl“ erlebten. Für das Nachtgeländespiel musste man sich schon ziemlich warm anziehen. Und das nicht nur wegen des Thrill des Spieles.
Außer der Fähigkeit, ein Holzfeuer zu entfachen (einzige Wärmequelle im Haus), lernten die Konfirmanden, wie das Abendmahl den Menschen verändern kann.
„Einer muss dran glauben.“ Ein Rollenspiel machte den Sündenbock-Mechanismus deutlich, mit dem wir unsere Konflikte austragen. Es erwischte Dominik, der sich – nach dem Motto: Einer für alle – opferte und den Schierlingsbecher „genoss“. Manche begannen dabei zu ahnen, was es heißt: „Mein Leib – für euch gegeben“.
Dieser zentrale Satz wurde dann laut bei der von den Konfis gestalteten Abendmahlsfeier im kleinen Kreis in Hüttenatmosphäre.
So wuchs Gemeinschaft mit Gott und untereinander.
Eine aufregende Nacht hoch oben neben dem Chorgewölbe der Stadtkirche

Auf Feldbetten in der "Kirchenmäusehöhle"
Eine aufregende Nacht erlebten die zehn Konfi-3-Kinder der Calwer Stadtkirchengemeinde zusammen mit ihrem Pfarrer Dieter Raschko.
Im Rahmen einer langen Kirchennacht sollten die Drittklässler, die gerade mit Konfi 3 den ersten Schritt zur Konfirmation tun, Ihre Stadtkirche erkunden. Reichlich mit warmer Kleidung, Decken und Schlafsäcken bepackt wurden sie von ihren Eltern in die Stadtkirche gebracht und machten sich auf den geheimnisvollen Weg über die Wendeltreppe ins Gewölbe der Kirchenmäusehöhle hoch oben neben dem Chorgewölbe der Stadtkirche.
Auf spielerische Art und Weise nahmen die Kinder das altehrwürdige Gebäude in Besitz und machten es zur „ihrer“ Kirche. Sie suchten sich ihren Lieblingsplatz in der Kirche, erfühlten alte Inschriften, lauschten einer ganz besonderen Kirchenführung mit viel Bewegung, maßen mit Gasballons die Höhe des Chorraumes aus, horchten auf die Stille des Gotteshauses und rochen die Düfte des alten Gebäudes. Sie wunderten sich über das scharfe Schwert des Apostels Paulus und entdeckten den segnenden Christus im Schalldeckel der Kanzel versteckt.
Eine kleine Predigerin versuchte sich auf der Kanzel in der Kunst der Verkündigung und ein Junge stand stolz und bewegt neben dem Taufbecken: „Hier bin ich getauft worden.“ Hungrig ließ man sich vor dem Altar der Kirche nieder zum Mahl mit Brot und Trauben. Und natürlich ging es kurz vor Mitternacht die knarzenden Stufen hinauf auf den Kirchturm. Calw bei Nacht lag den atemlos staunenden Kindern zu Füßen.
Es dauerte dann eine Zeitlang, bis die Jungen und Mädchen in der Kirchenmäusehöhle ihre Feldbetten eigenhändig aufgebaut hatten. Eine haarsträubende Gruselgeschichte endete mit dem erlösenden Satz: „Alles nur erfunden!“, was den Kindern ein erleichtertes Seufzen entlockte.
Bald wurde geträumt von Fleder- und Kirchenmäusen, verheerenden Stadtbränden, stummen Glocken und Killertomaten. Für einige war dann um fünf Uhr früh die lange Kirchennacht zu Ende, musste man doch für den nächtlichen Toilettengang durch die unheimliche Calwer Nacht rüber ins Mesnerhäusle laufen. Manch einer verkniff sich dies.
Nach Morgengebet und Frühstück war klar: Alle werden platzen vor Neid, wenn wir erzählen, was wir alles erlebt haben!
Kochtopfgucker: Dank an Elfriede Fischer
Elfriede Fischer war von Anfang an, seit 13 Jahren, bei den Kochtopfguckern dabei. Nun wechselte sie vom Kochtopf an den Esstisch. Die Kochtopfgucker bedankten sich beim letzten Mittagstisch am Dienstag, dem 21.2. für die Mitarbeit von Elfriede Fischer in den letzten Jahren. Dazu überreichten sie ein Geschenk für erholsame Stunden auf Balkonien und ein Fotobuch als kleine Erinnerung an das Miteinander und die gemeinsamen Erlebnisse. Pfarrer Dieter Raschko überreicht im Namen der Kirchengemeinde einen Blumenstrauß. Da Liebe durch den Magen geht, hat Elfriede Fischer bei jedem Mittagstisch die Liebe Gottes weitergegeben. Für die nächsten Jahre wünschen ihr die Redner viel Freude mit den Gästen beim Mittagstisch.
Deutsch-Italienisches Fest im Seniorenkreis
Bilder vom Deutsch-Italienischen Fest im Seniorenkreis der Stadtkirche.
Adventsfeier mit "englischen" Bildern und großen und kleinen Engeln.
Schnappschüsse von der Adventsfeier im Haus der Kirche im Dezember 2011
Der Kirchengemeinderat und die Igelslocher Beschlüsse
Ein Arbeitsprogramm für die kommenden zwei Jahre.
Im November 2011 traf sich der Kirchengemeinderat zu einem Klausurtag in Igelsloch. Sieben Ziele wurden als „Igelslocher Beschlüsse“ formuliert. Sie sollen die Arbeit der nächsten zwei Jahre prägen.
- Die Stadtkirchengemeinde will eine einladende Gemeinde sein. Sie möchte offensiv auf Menschen zugehen und weit geöffnete Türen haben.
- Die Gottesdienste in der Stadtkirche sollen auch für gehbehinderte Menschen oder Menschen mit anderen Handicaps zugänglich werden.
Im Jahr des Gottesdienstes 2012 soll nachgedacht werden über ansprechende Gottesdienstformen und neue Gottesdienstzeiten.
- Die kirchenmusikalische Arbeit soll als Schwerpunkt und Profil der Kirchengemeinde noch stärker herausgestellt werden.
- Unsere Kirche hat ein Gesicht. Den Menschen der Stadtkirchengemeinde soll ein Forum geboten werden, sich besser kennenzulernen und sich gegenseitig als Gemeinde wahrzunehmen. Dazu gehören Gemeindefeste und Feste für Mitarbeitende der Gemeinde.
Die Stadtkirchengemeinde will als Kirche mitten in der Stadt in der Öffentlichkeit präsent sein und sich anbieten als sinnstiftende Kraft, die sich den Problemen der Menschen öffnet.
Die Stadtkirchengemeinde will versuchen, den Familien in der Stadt geistliche Heimat zu sein. Dazu will man an Taufe und Konfirmation anknüpfen und den Kontakt mit den Kindergärten suchen.
Kein Haudrauf-König

Die Kirchenmäuse mit Julia Hartmann, Stafanie Blum, Linda Bühler (v. links)
Am vierten Advent wurde im Gottesdienst das Krippenspiel der Calwer Kirchenmäuse aufgeführt. 16 Kinder spielten die Ereignisse jener Heiligen Nacht nach, die die Welt veränderte.
Sie fragten sich: Wie stellt man es sich denn vor, wenn der König der Welt in den ganzen Schlamassel der Welt kommt?
„Das wird ein Spaß. Jetzt bekommen alle Menschen mal richtig die Meinung gesagt. Der Friede- Fürst wird ja wohl mal richtig aufräumen.“ So dachte sich’s der Krippenspiel-Engel.
Von wegen! Es war alles ganz anders!
Da kommt kein Dreinschlag- und Haudrauf-König. Ein Baby armer Leute. So fängt’s an mit dem Friedenskönig.
Und der will sein Friedensreich nicht mit Prunk und Stärke und Streitmacht aufrichten. Er macht mit der „Methode Liebe“.
Und Maria sprach den entscheidenden Satz: Jeder Mensch, der sich auf den Weg zum Friede-Fürsten macht, der verändert sich.
Die vielen Mitfeiernden im Gottesdienst ließen sich berühren von dieser Geschichte.
Verabschiedung von Linda und Julia
Für die Kirchenmäuse war das Krippenspiel ein Höhepunkt im Kirchenmäuse-Kirchenjahr. Zugleich aber musste man wehmütig Abschied nehmen. Julia und Linda wurden im Gottesdienst verabschiedet. Sie werden die Verantwortung für die Kirchenmäuse abgeben. Anderes steht an, neue Lebensphasen. Julia muss in Tübingen ihr Studium intensivieren. Linda steht kurz vor dem Abitur.
Die beiden wurden herzlich verabschiedet. Sie bekamen zwei Kirchenmäuse-T-Shirt als Erinnerung. Alle Kirchenmäuse haben sich drauf verewigt.
Und dann sangen sie mit der ganzen Gemeinde noch das schönste Kirchenmäuselied: „Groß, größer, am größten bist du, wir preisen dich!“
Es klang fast ein bisschen nach Blues …
Entdeckertour durch die Stadtkirche
Auf Initiative des Kinderschutzbundes machten Stadtkirchenkantor Martin Hagner und Pfarrer Dieter Raschko einer Gruppe 9-12Jähriger ein faszinierendes Zeitgeschenk: Eine Entdeckertour durch die geheimsten Räume der Stadtkirche.
Mit Kompass, Rucksack und Proviant ausgerüstet ging es über steile Treppen, knirschende Stiegen und durch knarrende Türen hindurch zu ungewöhnlichen Orten über und unter dem Kirchenschiff.
Mit großen Schlüsseln wurde die Schatzkammer geöffnet. Die Glocken wurden besucht und bestaunt und mancher musste hoch oben über der Stadt die Höhenangst überwinden. Über dem Gewölbe des hohen Chorraumes in 20 Meter Höhe wurde biwakiert, bevor man sich auf die Suche machte nach den Tönen, die aus der Orgel kommen.
Ein anstrengender und spannender Nachmittag!
Abschied vom Andreähaus
Der Abschied vom Andreähaus als Gemeindehaus der evangelischen Stadtkirchengemeinde ist am Sonntag 27.02.2011 mit einem feierlichen Gottesdienst im großen Saal begangen worden. Hartmut Würfele hat dankenswerter Weise einen historischen Bericht über das Andreähaus geschrieben.
Download des BerichtsInvestitur von Pfr. Dieter Raschko
Am 13. März 2011 wurde Pfarrer Dieter Raschko als neuer Pfarrer der Stadtkirchengemeinde investiert. Seine Familie und er wurden herzlich willkommen geheißen.
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