Die Jonatüren (Eingangstüren) unserer Kirche
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Wer die Eingangstüren zu unserer Versöhnungskirche öffnet, greift sozusagen ins Wasser. Denn die Türgriffe bestehen aus Wasserwellen, die zur Darstellung der Jona-Geschichte gehören. Jede der vier Türen, geschaffen von Albrecht Kneer, trägt eine Szene dieser Geschichte, 20 cm hoch und über die volle Türbreite. Jona, dieser seltsame Prophet, will Gott davon laufen, und wird per Riesenwal dennoch in die richtige Richtung transportiert. Schließlich gehorcht er Gott und predigt in der Stadt Ninive.

Wer eine der Türen aufzieht, nimmt dieses Türkunstwerk in der Regel nicht in den Blick. Aber in jedem Leben geht es um die Jonafrage: Bleiben wir unversöhnt mit Gott, verärgert, rechthaberisch - oder lassen wir uns durch Jesus Christus mit Gott versöhnen?

Die vier Darstellungen sind von links nach rechts zu lesen.
 

Das erste Bild zeigt die Schiffsmannschaft, die soeben Jona ins Mittelmeer geworfen hat. Links im Wasser bleibt der versinkende Jona zurück, über seinem Kopf noch hilflos mit seiner Hand rudernd. Das Schiff fährt nach rechts weiter.

Auf dem zweiten Bild kniet er im Bauch des Fisches, die Hände über die Brust gekreuzt, den Kopf noch oben gerichtet. Im dritten Kapitel des Jonabuches ist ein Psalm eingefügt worden, der zeigt, wie man sich später das Gebet des Jona vorstellte.

Kurz darauf zeigt ihn das dritte Bild, wie er erschrocken flüchtend den Strand ans Ufer hinaufrennt, als wollte er einer fast schon tsunamigroßen Welle davonlaufen, bevor sie ihn noch einmal einholen könnte. Im Hintergrund kommen schon die Häuser der Stadt Ninive in unseren Blick.

Schließlich folgt auf der vierten Tür das Open-End der Geschichte: Jona sitzt unter dem vertrockneten Tamariskenbaum. Wird er bei seinem Ärger gegenüber Gott bleiben, oder wird er sich eines besseren besinnen, nämlich der Güte Gottes?