Gemeinde zwischen Weihnachtsoratorium und Arbeitslosen-Café!

Wie können und wollen wir Kirche und Gemeinde sein?
Die Calwer Stadtkirchengemeinde ist eine typische Kernstadtgemeinde. Mit einem reichen kirchenmusikalischen Angebot in einer ehrwürdigen Stadtkirche findet sie Zulauf und hat viele Freundinnen und Freunde der Kirchenmusik und der geistreichen tröstlichen Predigt.

Kirche des Wortes und sorgende Kirche
Gleichzeitig ist sie die Kirche inmitten einer Kernstadt, in der sichtbar und unsichtbar Armut existiert. So findet sich die Gemeinde wieder als Kirche zwischen Weihnachtsoratorium und Arbeitslosen-Cafè. Man hat sich entschieden sich davon herausfordern zu lassen und will beides sein: Diakonische sorgende Kirche und Kirche des aufbauenden Wortes. Die Stadtkirchengemende hat sich Pertner in der verfassten Diakonie an die Seite geholt und ist zur Partnerin von Menschen in Not geworden.

Vesperkirche kümmert sich
Sie wurde zur Vesperkirche, weil sie angesichts der Armut und der prekären Situation vieler Menschen im Schatten ihres Kirchturms nicht tatenlos bleiben kann. Man hat sich in die Pflicht nehmen lassen. Vesperkirche kümmert sich: Seelenspeise und Leibspeise Die Stadtkirche sorgt sich um den Hunger von Leib und Seele der Menschen unserer Stadt. Sie will Speise für den Leib und Speise für die Seele bieten. Deshalb wurde sie "Vesperkirche".

Seelenspeise
Wir spüren: Viele hungert auch nach Speise für die Seele: Gemeinschaft, das helfende Gespräch, das offene Ohr, das Gebet füreinander, die Sorge und das Kümmern umeinander, das Klima der Liebe, das mutmachende Wort Gottes. Sorgende Gemeinde braucht Menschen, die mitmachen! Die Stadtkirche will sich verstärkt kümmern, dass kein Mangel an Seelenspeise herrscht.

Sorge um die Seele und Leibsorge
Sie sie ist dabei auf Ihre Hilfe angewiesen und braucht Herz und Kopf und Hände vieler Menschen. Mit Ihren Ideen und Anregungen, mit Ihrer Tatkraft helfen Sie mit, dass wir "sorgende Gemeinde" sind. Es sind schon längst Anfänge gemacht. Viele bringen sich schon ein. Neues kann wachsen. Und plötzlich merken wir: Das lässt sich überhaupt nicht trennen: Sorge um die Seele und Leibsorge.

Das Band der Fürsorge und Nächstenliebe
Menschen in unserer Gemeinde wollen telefonischen Kontakt halten. Sie rufen an und erkundigen sich: „Wie geht es Dir? Kann ich etwas für Sie tun?“ Zwanglos, mal kurz, mal ausführlich. Wie es sich ergibt. Wenn Sie angerufen werden möchten, oder jemanden kennen, der angerufen werden soll, melden Sie sich (12195). Nach Ablauf der strengen Kontaktbeschränkungen kann aus dem Telefonat dann auch ein Besuch werden, wenn gewünscht und leistbar. Und schnell wird aus Reden die helfende Tat.

Das helfende Gespräch
Manchmal tut es gut, sich auszusprechen. Man wünscht sich jemanden, der ein Gebet spricht oder einen Segen zuspricht. Pfarrer Raschko freut sich über Ihren Anruf (12195). Zur Zeit kann das Gespräch am Telefon stattfinden, oder am Gartentürle oder in der Stadtkirche.

Stadtkirche ist Ort des Zuhörens
Die Stadtkirche ist an jedem Werktag von 16 Uhr bis 18 Uhr ein „Ort des Zuhörens“. Unterschiedliche Menschen schenken Ihnen hier ihr Ohr— bei aller gebotenen Distanz. Nur zu zweit.

Stadtkirche geöffnet
Die Stadtkirche ist von 10-18 Uhr geöffnet. Stille, Gebetsecke, Andachtsliteratur, manchmal Musik.

In Kontakt mit Gott bleiben
Die Stadtkirche weiß zu feiern. Und sie freut sich über alle, die mitfeiern - als stille Genießer und als Beteiligte. Jeden Sonntag um 10 Uhr rufen die Kirchenglocken zum Gottesdienst in die Stadtkirche - sobald Corona es wieder zulässt. Und wer der Bibel auf den Grund gehen möchte, ist bei Punkt 18 gut aufgehoben - einem Treff von Leuten, die die guten Nachrichten suchen in den Texten der Heiligen Schrift. Freitags von 18-19.

In der Stadtkirche soll es zusammen gehören:
Seelenspeise und Leibspeise.
Sie ist sorgende Gemeinde und Kirche, in der das aufbauende Wort wohnt.