Gedenken des „Schicksalstages 9. November“. Um 19 Uhr Musik und Wort in der Stadtkirche.

Die Glocken der Evangelischen Stadtkirche und der Katholischen Kirchen St. Josef und St. Lioba erklingen um 18.45 Uhr zum Mahnläuten. Um 19 Uhr musikalische Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht.

Die Glocken der Evangelischen Stadtkirche und der katholischen Kirchen St. Josef und St. Lioba erklingen um 18.45 Uhr zum Mahnläuten.

Schicksalstag der Deutschen
Der 9. November wird immer wieder als „Schicksalstag der Deutschen“ bezeichnet.

Die Novemberrevolution 1918 führte das Deutsche Reich von einer konstitutionellen Monarchie in eine parlamentarisch-demokratische Republik. Am 9. November verkündete Philipp Scheidemann das Ende des Kaiserreichs.

Am 9. November 1923 versuchte Adolf Hitler in München zum ersten Mal, politische Macht zu erlangen. Der sogenannte Marsch auf die Münchner Feldherrnhalle endete im Kugelhagel.

In der Nacht von 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen in Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei. Es ist der Tag, an dem tausende Juden misshandelt, verhaftet oder getötet wurden. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. In diesem Jahr jährt sich dieses Ereignis zum 80. Mal.

Am 9. November 1989 um 19.05 Uhr verbreitet die Presseagentur „Associated Press“: „DDR öffnet Grenze.“ Die Mauer, mehr als ein Vierteljahrhundert Symbol der Teilung Deutschlands fiel.

Gedenken in der Stadtkirche
In der Stadtkirche wird am 9. November dieser Ereignisse gedacht.

Im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung steht der 80. Jahrestag des Reichspogromnacht, betrachtet auch aus lokaler Calwer Perspektive. Kreisarchivar Martin Frieß wird vom Calwer Außenkommando des KZ Natzweiler erzählen. Dekan Hartmann wird der Opfer gedenken.

Als Schwerpunkt des Abends erklingt dann unter anderem Haydns „Messe in Zeiten der Bedrängnis“, musiziert von der Calwer Kantorei mit Solisten und der Calwer Kammersinfonie unter der Leitung von Martin Hagner.